Als am 17.05.1885 der „Turnverein Mittelfrohna e.V.“ gegründet wurde, bestand Niederfrohna noch aus 2 selbständigen Gemeinden, den Gemeinden Niederfrohna und Mitelfrohna. Außerdem gab es den „Ortsteil“ Fichtigsthal, zugehörig zu Mittelfrohna. In Fichtigsthal wurde 1892 ein eigener Turnverein gegründet. Ein „Radfahrverein“ folgte.
Auch die Gemeinde Niederfrohna stand dem Sport positiv gegenüber und es wurde am 17.08.1902 der „Turnverein Niederfrohna“ gegründet. 1921 wurde ein eigenständiger „Radfahrer-Club – Wanderlust“ gegründet. Jeder Verein hatte sein eigenes „Vereinslokal“, was gleichzeitig als Sportstätte genutzt wurde. Ein Zusammenschluss der Turnvereine Mittelfrohna und Fichtigsthal fand 1923 zum „TV e.V. Mittelfrohna“ (Arbeiterturnverein) statt.
Im gleichen Jahr wurde der Bau der Turnhalle neben der Schule in Mittelfrohna (Turnhalle wird heute noch genutzt!) begonnen und 1924 beendet. 1927 wurde ein neuer Sportplatz angelegt und ein neues Turnerheim an anderer Stelle erbaut. Parallel dazu baute der Niederfohnaer Turnverein seine eigene Turnhalle.
 1925 - Fest vor der Jahnburg
1933 wurden alle Niederfrohnaer Sportvereine nach der Machtübernahme der Nazis zwangsweise aufgelöst und enteignet. Die Turnhalle in Mittelfrohna übernahm die Gemeinde, das Turnerheim wurde abgerissen und der Sportplatz wurde Bauplatz für eine Siedlung. Die Turnhalle in Niederfrohna nutzten die Nazis selbst. Bereits 1922 spaltete sich vom „Turnverein Mittelfrohna e.V.“ die „Riege Jahn“ ab und gründeten noch im gleichen Jahr, unterstützt von finanzkräftigen Mitgliedern, den „Turnverein Vater Jahn“. Noch 1922 konnte der Verein ein eigenes Grundstück erwerben und mit dem Bau der Turnhalle 1923 beginnen und schon im nächsten Jahr einweihen. Es folgten 1929 der Anbau des Wirtschaftsgebäudes mit Wohnungen und Gaststätte. Der Verein überstand die Enteignungen und Auflösungen durch die Nazis, musste jedoch 1938 Konkurs anmelden. Die heutige Sportstätte „Jahnburg“ wurde durch den Niederfrohnaer Fabrikant Paul Kupfer zurückgekauft und dem Sportverein kostenlos überlassen. Der Aufgelöste Verein „Turnverein Vater Jahn“ wurde ebenfalls aufgelöst, jedoch sofort als „Turnverein e.V. Niederfrohna“ neu gegründet. Im September 1939 wurde durch das Regime die Turnhalle beschlagnahmt und bis Kriegsende 1945 als französisches Kriegsgefangenenlager genutzt.
  Jahnburg - Turnverein Vater Jahn 1929 (links) Männerriege Turnen 1931 (rechts)
Turnverein 1930

Fußballmannschaft 1937/38

Nach Eintritt des Friedens ergriffen engagierte Sportlerinnen und Sportler die Initiative und organisierten die ersten Zusammenkünfte und Übungsstunden. Diesen Sportlern sei heute noch Dank gesagt für ihre Mühen, zumal es damals noch keinen Verein gab.
Handballfrauen 1949

Die Neugründung des Vereins ist auf den 21.04.1948 datiert. Die Turnhalle wurde 1949 wieder von den Sportlern genutzt. Der Sportplatz wurde 1952/53 eingeebnet und konnte dann als Fußballplatz genutzt werden. In den 60-er Jahren hatte sich der Verein so vergrößert, dass die vorhandenen Umkleide- und Waschräume nicht mehr ausreichten. Ein Extragebäude wurde in den Jahren bis etwa 1975 als Umkleide- und Sanitäranlage erbaut. Material- und Geldmangel bedingten eine solche „Bauzeit“. 1980 konnte eine Terrasse angebaut werden.
Der Sportverein zu DDR-Zeiten - Eine kleine Galerie:
| 1951 Platzaufbau | 1953 Gymnastik |
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| 1954 Gymnastikfrauen | Turn- und Sportfest - Festumzug |
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| 1956 Turnen | 1966 Fußball |
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| 1966 Die Fußballer von Niederfrohna | 1975 Frauengymnastikgruppe |
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| 1978 Arbeitseinsatz | 1984 Fußball Alte Herren |
Nach der politischen Wende wurde am 1.1.1991 der „Sportverein Niederfrohna e.V.“, damals von 106 Mitgliedern, gegründet. Als Vorstandsvorsitzender wurde der Sportfreund Klaus Kertzscher , als dessen Stellvertreter Eberhard Lindner und als Schatzmeister Bettina Pechmann gewählt. Der Sportsfreund Kertzscher übt das Ehrenamt noch heute aus.
In der Zeit seit 1991 nahm der Sportverein eine rasante Entwicklung durch den Mitgliederzugang und die Vielfalt der sporttreibenden Abteilungen. Zwangsläufig mußte auch die Sportstätte mit wachsen. So wurden als erstes die Turnhalle, die Sanitäranlagen und die Kabinen renoviert. In den Folgejahren wuchs der Mitgliederstand kontinuierlich nach oben. Eine Vereinsklause wurde gebaut, die anfänglich durch den Sportverein bewirtschaftet wurde, dann aber an Familie Haertel verpachtet. Der Bau der Kegelbahn wurde in nur 1 Jahr realisiert. Der Fußballplatz wurde erweitert und das Flutlickt komplett erneuert. Das alte Mehrzweckgebäude konnte 2001 mit Fördermitteln großzügig verbessert und erweitert werden
| Neueröffnung Jahnburg 1995 |
Durch den Kauf einer Fläche von ca. 10000 m² wurde 2002 der Bau von 2 weiteren Sportplätzen ermöglicht, einer mit Rollrasen der Andere als Hartplatz. Das Mehrzweckgebäude konnte ausgebaut werden, sodass nun für Sportler sogar Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden konnten.
Mehrzweckgebäude - l.: 2001 im Bau / r.: 2002 Einweihung
  Zum Sport gehört bekanntlich auch Entspannung und Geselligkeit. So konnte im Anbau an die Turnhalle, welcher als Wohnung genutzt wurde, die Sportlerklause „Zur Jahnburg“ eingeweiht und von Jedermann genutzt werden.
Ein besonderes Ereignes war 2007, als der Bürgermeister unserer Gemeinde, Herr Phillipp, im Oktober die Sportstätte nach der Enteignung durch die Nazis 1939 wieder an den Sportverein als Besitzer des Objektes zurück gab. Ein Moment, der bei vielen Sportsfreunden freudige Emotionen auslöste.
Hier ein kleines Archiv über die Ereignisse der letzten Jahre: 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 (ist noch in Arbeit)
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